Pril hat sich eine interessante und gut gemachte Facebook-App ausgedacht und einiges an Geld investiert. Gestalte deine eigene Flasche, “denn die Pril Flasche sucht ein neues Design”.
Mit einem wirklich gut gemachten und aufwändig programmierten Editor kann der Nutzer seine eigene Flasche kreieren und es nachher der Community zur Wahl stellen.
Um die Teilnahme so richtig anzukurbeln wurden auch ordentlich viele Preise ausgeschrieben.
Und der aktuell führende in der Wertung mit knapp 3000 Stimmen vorsprung:
Wann wir dieses Produkt wohl im Regal stehen sehen?
Axel E. Fischer, 44 Jahre alt, CDU Mitglied und für selbige seit 1998 im Bundestag hat noch nicht verstanden, dass der Sommer vorbei ist. Oder er konnte es nicht abwarten, denn er hat ein schönes Sommerlochthema in den Ring geworfen.
Er fordert, laut Süddeutsche ein “Vermummungsverbot im Internet” und kritisiert “die gängige Praxis, sich in Diskussionsforen im Netz mit einem Fantasienamen zu Wort zu melden”. Jetzt könnte man Axel E. Fischer einen Weltverbesserer nennen - oder ihm absolute Unkenntnis der Materie unterstellen.
Letzteres wäre allerdings schlecht, denn Axel E. Fischer (weil der Name so schön ist - hier immer in voller Länge!) ist Mitglied und sogar Vorsitzender der Enquete-Kommission Internet und Digitale Gesellschaft [Wikipedia] und dort sollten ja eigentlich nur Experten sitzen.
Der Experte Fischer fordert laut den Badischen Neuesten Nachrichten, “es könne nicht sein, dass sich Bürger hinter selbstgewählten Pseudonymen versteckten und sich so der Verantwortung entzögen.”
Wo er Recht hat, hat er Recht und seit einigen Stunden sammel auf Twitter zahlreiche motivierte Bürger Vorschläge, die Axel E. Fischer sich für die nächsten Enquete-Sitzungen vormerken könnte:
Axel E. Fischer, CDU, fordert eine Integrationsdebatte für externe Festplatten [by @ts_de]
Axel E. Fischer fordert Meldepflicht für Versammlungen im Internet [by @klinkhart]
Axel E. Fischer, #CDU, fordert dass beim Phishing von Tunes kein Delphi mehr programmiert wird. [by @buddenberg]
Axel E. Fischer #CDU fordert verstärkt Abstandsmessungen auf der Datenautobahn um Kollisionen zu vermeiden. [by @jcmerg]
Axel E. Fischer #CDU fordert besseren Brandschutz für Firewalls. [by @jcmerg]
Axel E. Fischer, CDU, fordert, dass da Stroh liegen muss. [by @DonDahlmann]
Welche Auswirkungen diese Forderung für manchen haben könnte (sollte man seine Forderung ernsthaft bedenken und wirklich umsetzen können), hat Lawblogger Udo Vetter humoristisch zusammengefasst:
Axel E. Fischer, ein Mann der Tat. Fischer: “Seit heute habe ich zum Beispiel meinen Account bei Gayromeo auf Klarnamen umgestellt.”
Aber mein absoluter Liebling ist:
Axel E. Fischer, #CDU, fordert ein eigenes Angebot von Charlotte Roche [by @Optififfi]
Weitere lustige potenzielle Forderungen von Axel E. Fischer hat netzpolitik.org aufgelistet.
Clients From Hell ist, genau wie There, I fixed it eine Website, die man nicht wirklich besuchen muss. Es reicht völlig, sich den kurzen Spaß zu geben und die Kundendialoge von Designern, seien sie jetzt echt oder nicht, durch zu lesen.
Jeder kann Texte einschicken und die Vermutung liegt nahe, dass sich der Großteil davon wirklich so zugetragen hat. Die Selbstbeschreibung ist genauso kurz, wie zutreffend:
A collection of anonymously contributed client horror stories from designers.
Clients From Hell gibt es im Web, auf Twitter oder halt direkt im Feed. Die Seite feuert allerdings täglich zwischen 3 und 15 neue Einträge raus, weshalb es sich lohnt einmal die Woche den ganzen Packen im Feedreader durchzublättern.
Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Version. Kunden aus der Hölle gibt´s im Netz und ebenfalls auf Twitter. Auch mit hoher Frequenz und deshalb lese ich nur das Original.
Hier sind einige Gründe, warum es sich lohnt die Seite im Auge zu behalten:
Client: “I need you to design me an internal company newsletter”
Me: “I’ll need the logo, brand guidelines, any relevant graphics and text.”
Client: “You’re not licensed to use them”
Hi could you please fix my website so that people in Canada can’t see it? It makes fun of hockey and I don’t want to get hurt.
I showed this to my eight year old daughter and she didn’t like the colors.
Can we pay for the logo in installments, or even better can I pay you in Salad?
Here, I really like Apple’s logo, so I’ve taken their logo and put our name under it.
Your hourly rate is okay, as long as you don’t need more than an hour. And you can show me how you did it so I can do it on my own next time.
That other website is stealing our business. Can you make it so that when someone types in their address they come to our site?
Irgendwann bin ich über twitter auf diese Seite gestoßen und seitdem sorgt sie regelmäßig für ein Lächeln. Auf thereifixedit.com kann jeder Fotos von seltsam reparierten Gegenständen hochladen und das tun, wie ich vermute, hauptsächlich Amis. Die Bilder kann man auch bewerten, was allerdings meist darin endet, dass 95 Prozent es lustig und 5 Prozent es nicht lustig finden. Die Kommentare unter den Bildern sind auch nicht wirklich lesenswert, weshalb ich mich drauf beschränke die skurielen Fotos einfach nur im Feedreader zu betrachten. Auf der Seite an sich war ich vermutlich keine fünf mal.
Großer Vorteil ist, dass überraschenderweise nur wenige Fotos auftauche, die einen im Netz überall anspringen und schon seit Jahren die Möchtegern-Witz-Charts anführen. Die hier gezeigten Fotos scheinen wirklich echt zu sein.
Der Feed von thereifixedit.com ist auf jeden Fall empfehlenswert für zwischendurch!