
Foto: Rainer Sturm / aboutpixel.de
Ich wollte meinen Senf zu Wulff eigentlich selber verfassen, aber eine Analyse meiner Sichtweise wäre nur einer von gefühlt tausend Scheinwerfern, die auf die Theaterbühne gerichtet werden. (Und der Großteil davon strahlt sicherlich heller)
Alles ist bereits geschrieben. Und sogar noch mehr. Allerdings habe ich in den letzten Tagen viel gelesen und habe deshalb eine kleine Berichterstattungskollage gesammelt, die meine Meinung zu dem Thema ganz gut wiederspiegelt:
Spiegel Online schreibt recht passend: “Wulff [...] stilisiert sich zugleich zum Opfer einer Kampagne. Das ist dreist, aber auch geschickt. [...] Zu besichtigen ist keine präsidiale Lichtgestalt, sondern ein Präsident, der förmlich um Gnade bettelt. [...] Wulff ist entschlossen, die Affäre auszusitzen. Das sieht nun jeder. [...] Ehrlich: Wer das schluckt, hat es nicht besser verdient. [...] Früher war der Präsident ein Ersatz-Kaiser, heute ist er ein Ersatz-Präsident.”
“Er ist nicht, wie es seinem Amtseid entspräche, damit beschäftigt, Schaden vom Volk abzuwenden, sondern Schaden von sich selbst. Er verbraucht all seine Kraft damit, sich zu erklären und seine Fehler zu entschuldigen. [...] Wer Christian Wulffs bisheriges Handeln in der Krise resümiert, der ist geneigt, einen Mangel an Professionalität ebenso wie den Mangel an Moralität als Charakterzug zu beschreiben. [...] Man kann daher Mitleid haben mit Wulff; man muss Mitleid haben mit dem Amt, das er nicht ausfüllt. Das Amt, das bis vor kurzem ein Glücksfall war in der bundesdeutschen Geschichte, ist bemakelt und blamiert.” (SZ)
Klaus Eck bringt es mit seinem Facebookpost auch ganz gut auf den Punkt: “Mir als Bürger ist es egal, dass er sich menschlich schämt. Das halte ich in dieser Situation für selbstverständlich. Schade, dass er aus seinem Fehlverhalten keine wirklichen politischen Konsequenzen zieht. Ich habe jedenfalls das Vertrauen in unser Staatsoberhaupt weitgehend verloren.”
Markus Bertling sieht dsa Wulff Nebenschauplätze aufmacht, damit über die grundsätzlichen Peinlichkeiten nicht geredet werden muss.
Und zum Abschluss, und eigentlich ziemlich passend, verleiht Mario Sixtus Wulff “die goldene Guttenberg-Medaille für fortgeschrittene Uneinsichtigkeit.



















