Die San Jose Sharks haben ein Problem: alle Spieler, die in den Playoffs versagt haben, besitzen noch eine No-Trade Clausel und Verträge für die kommende Spielzeit und darüber hinaus. Viele Fans, Kommentatoren und Teammitgleider, namentlich Jeremy Roenick, fordern allerdings drastische Änderungen im Team zu neuen Saison. Die No-Trade Clausel sollte man bitteschön irgendwie umgehen können.
Sharks GM Doug Wilson, der sein Namensschild an der Tür auch das nächste Jahr behalten darf, störte sich an der Meinung von anderen allerdings immer herzlich wenig und ich denke, das ist auch gut so.
Er hat jetzt die Aufgabe zu bewerten und zu entscheiden.
Die Hexenjagd ist eröffnet
Insbesondere Joe Thornton, Patrick Marleau und Evgeni Nabokov sind Ziel zahlreicher verbaler Angriffe. Big Joe sei zu nett, mache zu wenig aus seinem Körper und tauche genau dann ab, wenn er führen müsste. Marleau schwebe zwischen Genie und Wahnsinn und sei als stiller Kapitän ungeeignet Kampfgeist zu wecken. Nabokov stünde seit dem Tod seines Mentors komplett neben sich.
Alle haben Sie irgendwie recht, aber in meinen Augen kann von den großen Dreien nur Nabokov das Boot verlassen, denn er ist der Einzige, für den man noch einen angemessenen Gegenwert erwarten kann.
Wer würde aktuell einen formschwachen Joe Thornton (5 Tore und 9 Vorlagen in den letzten 20 Spielen) für 7,2 Millionen Dollar pro Jahr haben wollen? Oder einen Patrick Marleau, der beide Gamewinner in den Playoffs erzielt, sonst aber nicht mal aufs Tor schießt?
Nabokov hingegen ist auch in mittelmäßiger Form einer der besten Torhüter der Liga und kann einem Team in der Saison den nötigen Rückhalt bieten. Die Frage ist nur, wer für einen 33 Jahre alten Torhüter ein junges Talent hergeben würde.
Tradet man allerdings nur Nabokov, vermittelt man, dass er der Hauptschuldige ist. Das kann bei insgesamt zehn geschossenen Toren in in sechs Spielen allerdings nur schwerlich stimmen.
Mein Rat für Doug Wilson
Thornton und Marleau behalten und beide in unterschiedliche Reihen stecken. Vielleicht braucht Thornton wirklich nur einen Spielertyp wie Sean Averyan seiner Seite, wer weiß.
Nabokov würde ich traden - am besten gegen Hiller…









