Posted on 09 März 2010 by andre
Seit einigen Tagen stört mich beim Abfragen der Mails auf web.de eine neue und fiese Form der Werbung, die ich vorher so noch nicht gesehen habe. Eine Leiste stottert sich herunter und sagt mir, dass ich mit einer älteren Browserversion surfen würde und alles besser, schneller und einfacher mit dem Internet Explorer haben könnte. Praktischerweise wird mir auch gleich ein Downloadlink angeboten.

Witzigerweise taucht die Werbung trotz Adblock auf und lässt sich bei Chrome und dem IE überhaupt nicht blicken.
Ich bin nun vorsichtig genug und erkenne das Ding als Werbung und weiß auch, dass meine Browserversion nicht alt ist, aber was ist mit den Menschen, die nun glauben sie würden mit einem unsicheren Browser surfen und sich deshalb den IE 8 runterladen?
Vergleichende Werbung ist in Deutschland erlaubt. Trauen sich Werber mal diese Karte zu spielen, dann steht aber trotzdem sichtbar -Anzeige- drüber, oder es findet im Werbeblock im Fernsehen statt und ist somit auch schnell identifiziert.
Hier in diesem Fall ist es auf den ersten Blick aber eine Warnmeldung. Nirgendwo steht Anzeige. Ist diese Art der Werbung eigentlich erlaubt? Oder befindet man sich da im Moment in einer Grauzone?
Versucht man die vermeintliche Nachricht weg zu klicken, landet man auf einer offiziellen Unterseite von Web.de [klick], die den Internet Explorer 8 anbietet.

Das Spielchen mit dem “dies sieht aus wie ein typischer Schließen-Button, ruft aber in Wahrheit die Seite auf” gehört ja zum alltäglichen Morast, den man bei der Internetwerbung finden kann und hat mich weniger getroffen als die Pseudofehlermeldung, die mich ein wenig ratlos zurücklässt.
Was kann man dagegen tun um Freunde, Bekannte, Verwandte die weniger Internetaffin sind vor so einem Mist zu schützen? Die Verbraucherzentrale einschalten?
Posted on 17 Februar 2010 by andre
Heute erreichte mich eine E-Mail eines Kollegen.
Die Überschrift: Linkstrend stoppen.
Die Warunung:
Wenn wir jetzt nichts tun, dann kippt Deutschland weiter dramatisch nach
links!
Ziel ist eine “geistige Wende” und ein Stopp des Linkstrends der CDU.
Das so eine Bewegung irgendwann ins rollen kommt, vermute ich ja schon lange. Was die SED Nachfolgepartei für die SPD ist, wird garantiert auch auf der anderen Seite des politischen Spektrums mit der CDU passieren. Nachdem die FDP mal wieder kürzlich gezeigt hat, dass sie als ernst zu nehmende Alternative nicht zur Verfügung steht, klafft am erzkonservativen Rand der Politiklandschaft für Einige ein Loch.
Um ihre Meinung zu verbreiten, haben einige Personen die Aktion “Aktion Linkstrend stoppen” [Weblink] ins Leben gerfuen und großformatige Anzeigen in der FAZ und der WamS geschaltet. Eine Facebookgruppe mit 600 Unterstützern gibt es auch schon.
Interessant ist allerdings zu sehen, wer die ersten Unterzeichner sind:
- Initiator Friedrich-Wilhelm Siebeke (88)
- Dr. Ursula Besser, Stadtälteste von Berlin (93),
- Ferdinand Fürst von Bismarck (80)
- Prof. Dr. Hubert Gindert (77)
- Prof. Dr. Klaus Hornung (83)
- Dr. Klaus Peter Krause (74)
- Prof. Dr. Menno Aden (68)
Da gibt es zwar noch ein paar mehr, aber ich möchte wetten, dass die zum Großteil in der selben Altersliga spielen.
Herrn Münch ist übrigens aus der CDU ausgetreten und möchte jetzt ihren Kurs neu gestalten. Interessant. Warum hat er nicht einfach mal versucht auf Landes- oder Bundesparteitagen Mehrheiten für seine Politik zu bekommen? Gelegenheiten dafür hätte es sicher gegeben.
Frau Dr. Besser sprach offensichtlich bei Pro Deutschland [Weblink] über das Thema Multi-Kulti? Nein Danke! [Video]
Nachtrag: Unter der Überschrift “Frustrierte Rechte machen gegen Merkel mobil” schreibt der Spiegel einen interessanten und besser recherchierten Artikel. Ist ja auch deren Broterwerb.
Interessante Zitate daraus:
Unter den inzwischen mehr als 880 Online-Fans (Stand Freitagvormittag) finden sich auch ausgesprochene Rechtsextremisten, etwa der saarländische NPD-Landeschef Frank Franz.
Posted on 10 Februar 2010 by andre
Clients From Hell ist, genau wie There, I fixed it eine Website, die man nicht wirklich besuchen muss. Es reicht völlig, sich den kurzen Spaß zu geben und die Kundendialoge von Designern, seien sie jetzt echt oder nicht, durch zu lesen.
Jeder kann Texte einschicken und die Vermutung liegt nahe, dass sich der Großteil davon wirklich so zugetragen hat. Die Selbstbeschreibung ist genauso kurz, wie zutreffend:
A collection of anonymously contributed client horror stories from designers.
Clients From Hell gibt es im Web, auf Twitter oder halt direkt im Feed. Die Seite feuert allerdings täglich zwischen 3 und 15 neue Einträge raus, weshalb es sich lohnt einmal die Woche den ganzen Packen im Feedreader durchzublättern.
Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Version. Kunden aus der Hölle gibt´s im Netz und ebenfalls auf Twitter. Auch mit hoher Frequenz und deshalb lese ich nur das Original.
Hier sind einige Gründe, warum es sich lohnt die Seite im Auge zu behalten:
Client: “I need you to design me an internal company newsletter”
Me: “I’ll need the logo, brand guidelines, any relevant graphics and text.”
Client: “You’re not licensed to use them”
Hi could you please fix my website so that people in Canada can’t see it? It makes fun of hockey and I don’t want to get hurt.
I showed this to my eight year old daughter and she didn’t like the colors.
Can we pay for the logo in installments, or even better can I pay you in Salad?
Here, I really like Apple’s logo, so I’ve taken their logo and put our name under it.
Your hourly rate is okay, as long as you don’t need more than an hour. And you can show me how you did it so I can do it on my own next time.
That other website is stealing our business. Can you make it so that when someone types in their address they come to our site?
Posted on 03 Februar 2010 by andre
Irgendwann bin ich über twitter auf diese Seite gestoßen und seitdem sorgt sie regelmäßig für ein Lächeln. Auf thereifixedit.com kann jeder Fotos von seltsam reparierten Gegenständen hochladen und das tun, wie ich vermute, hauptsächlich Amis. Die Bilder kann man auch bewerten, was allerdings meist darin endet, dass 95 Prozent es lustig und 5 Prozent es nicht lustig finden. Die Kommentare unter den Bildern sind auch nicht wirklich lesenswert, weshalb ich mich drauf beschränke die skurielen Fotos einfach nur im Feedreader zu betrachten. Auf der Seite an sich war ich vermutlich keine fünf mal.
Großer Vorteil ist, dass überraschenderweise nur wenige Fotos auftauche, die einen im Netz überall anspringen und schon seit Jahren die Möchtegern-Witz-Charts anführen. Die hier gezeigten Fotos scheinen wirklich echt zu sein.
Der Feed von thereifixedit.com ist auf jeden Fall empfehlenswert für zwischendurch!



Auch ein deutsches ist dabei:



Posted on 09 September 2009 by andre
Manchmal ist twitter ganz witzig. Irgendjemand schmeißt etwas in den Raum und das wird dann so lange ge-re-tweetet, bis es jeden erreicht hat.
So reichte Frau Feli heute einen Text von 2007 weiter, den Tobsy Anfang 2007 geschrieben hat und der sich scheinbar großer Beliebtheit erfreut.

In seinem Text stellt er 20 Regeln für Americaner auf, die nach Deutschland kommen. Sehr lesenswert und sehr witzig.
Hier ein kleiner Auszug:
1. We know beer - you don’t.
I don’t know who labeled your dishwater “beer”, but it’s misleading.
4. When you want to see people wearing “Lederhosen” - go to Bavaria.
Bavaria is the German Texas. People speak in a funny way, wear strange things and the rest of the country makes fun of them. The Bavarian “Lederhosen” are like the Texan cowboy hats.
6. Don’t expect us to smile. We’re not at Wal-Mart.
In the 90s Wal-Mart spent billions to become a big shot in Germany’s retail market. Greeting customers, smiling, being friendly,suppressing unions - the whole package. In 2006 they sold their stores and left. We’re not big at smiling for no reason.
11. I don’t care what you have heard about European liberality when it comes to sex and drugs - This is not Holland!
No coffee shops, no legal drug supply. When it comes to drugs, Germany is not much different from the US.
12. If you don’t want to see nipples, don’t turn on the tv.
15. No math needed. Our stated prices include taxes.
I never understood why you put price tags on products, that don’t state what you have to pay.
16. Don’t wait to be seated.
Look, there is an empty nice table. Have a seat. Easy concept.