Posted on 27 Juli 2010 by andre
Am 14. Juni, einem Montag brannte in Iserlohn eine der bekanntesten Gaststätten am Danzturm ab. Das Waldhaus, früher Waldhaus Graumann, war eins der ältesten Fachwerkhäuser Iserlohns mit traumhafter Aussicht. Durch einen Schwelbrand in einem alten Sicherungskasten wurde es fast komplett vernichtet. Auch der neue Anbau wurde schwer beschädigt. Personen sind zum Glück nicht zu Schaden gekommen. Kürzlich bin ich zurfällig mit einer Kamera vor Ort gewesen und habe ein paar Bilder von dem Haus gemacht.
Alle Fotos gibt´s auf meinem Flickr-Stream rechts oder nach einem Klick auf das Bild.

Posted on 18 Mai 2010 by andre
Nachdem Fußballrüpel Kevin Boateng die Nation mit seinem üblen Foul an Michael Ballack erfreut hat [sport1], erobert er jetzt Facebook im Flug. Rund 10 meiner Freunde sind in diverse “Anti-Boateng-Gruppen” eingetreten, die gerade wie Pilze aus dem Boden schießen.

Zur Zeit gibt es 66 Anti-Boateng Gruppen mit insgesammt mit 26.025 Mitgliedern
“Kevin-Prince Boateng - gib deinen deutschen Pass ab!” ist mit 11,684 Mitglieder im Moment die Größte. Die “Non-Profit”-Gruppe “Boateng umhauen!” hat innerhalb von 24 Stunden immerhin über 5,519 Mitglieder bekommen.
Die Fraktion die für Boateng spricht ist dagegen deutlich kleiner. Insgesamt gibt es hier zwei Gruppen mit zur Zeit 235 Mitgliedern. ( “Gegen die Boateng Hetzerei!!!” mit 215 Mitgliedern und “100.000.000 FÜR Kevin-Prince Boateng und GEGEN die Fussballmafia DFB!” mit 20 Mitgliedern)
Posted on 28 April 2010 by andre
Seit einer Woche kann man den Facebook like-Button überall im weiten Netz einbauen. Per Plugin für Blogs, oder einfach mit einem Code Generator [Link] iframe oder XFBML generieren lassen und einbauen. Zack - fertig ist der Button mit Freundesansicht (s.o.).
Sollte man nicht bei Facebook eingeloggt sein - und hey, bei Facebook ist man nach Monaten noch eingeloggt, - darf ich mich kurz anmelden und schon steht das dort das bekannte “André Pechmann likes this.”

Ein entsprechender Eintrag erscheint auf meinem Facebookprofil.

Streiche ich allerdings per remove den Eintrag aus meiner Liste, belässt es Facebook auf der Seite trotzdem bei dem like inkl. sichtbarem Foto für Freunde. Ich muss also die Seite besuchen und zusätzlich den Eintrag aus meiner Wall streichen, was natürlich nicht sofort für jeden Nutzer klar ist.
Entweder hat Facebook hier eine Lücke oder eine Kinderkrankheit, aber ein Rückkanal, der alle Stellen abdeckt, auf denen so ein Button auftaucht, wäre schon wünschenswert.
Die Außwirkungen des Buttons erklärt Nico in seinem [Post].
Einen ganz netten Ansatz zu einer Facebook-like-Wall gibt es unter [likebutton.me].
Allerdings kommen hier die persönlichen Kontakte noch zu kurz, was an der Fülle der Themen liegt. Ich hab nur ein paar persönliche Kontakte, die youtube Videos mögen. CNN, Huffington Post und Tech Crunch sind für den deutschen Markt einfach nicht “Reihe 1″ - tauglich.
Posted on 27 April 2010 by andre
Das Nachrichtenportal der WAZ, www.derwesten.de, nutzt Twitter neuerdings um Werbeanzeigen an seine Follower zu verschicken. Vor einer Woche kam die erste, heute die zweite Werbeanzeige. DerWesten erreicht mit seinen Tweet zur Zeit über 14.000 Follower.

DerWesten schreibt dazu in seinen Mediadaten [pdf] für 2010:
Für diese außergewöhnlich responsestarke Werbeform stehen Ihnen nach dem Prefix „Anzeige:“ noch 108 Zeichen + Link zu einer beliebigen URL zur Verfügung.
Und berechnet auf einem Basis-TKP [Wikipedia] von 30 Euro einen Festpreis von 390 Euro - pro Tweet. Was von der Berechnung her noch günstig scheint. Für Werbung in einem Newsletter sind laut Liste pauschal 4.000 Euro zu bezahlen, für einen Link-Tipp werden 1.000 Euro kassiert.
Im gesamten möchte die Waz-Gruppe aber immer nur einen bezahlten Tweet pro Tag versenden, wie sie im [Artikel] “In eigener Sache” erklären.
Erster Kunde ist das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) mit seinem Projekt „Studinavi“ [bewusst kein Link].
Das sich überhaupt jemand für einen einzigen Tweet interessiert, finde ich bemerkenswert, aber ich würde vermuten, dass die Twitterwerbung als Bonus für andere Werbeformen abgefallen ist. Zwar findet sich auf der Liste kein Angebot mit Twitter, aber es gibt ja immer noch den telefonischen Kontakt. Auf der Preisliste stehen diese 390 Euro, kein sehr defensiver Wert. Aber vermutlich bekommt man den Preis nicht mehr hochgesetzt, wenn einmal Werbekunden weniger dafür bezahlt haben.
Gestört haben mich beide Tweets nicht wirklich. Man ist es gewohnt zu filtern und das Wort “Anzeige” hat im Moment auf jeden Fall Interesse geweckt. Wie das wohl sein wird, wenn Twitter-Anzeigen zur Gewohnheit werden?
Posted on 20 April 2010 by andre
Paid Content ist die Hoffnung vieler Verlage auf das schnelle und einfache Geld im Internet. In Deutschland setzt seit Dezember die Springer Zeitung Hamburger Abendblatt sowie die Berliner Morgenpost auf Bezahlinhalte.
Die Zeitung erhofft sich so eine neue Einnahmequelle durch reine Onlineabonennten. Für 7,95 bekommt man Zugang zu allen Inhalten. Die Hamburger Lokalinhalte sind sonst mit einem Eurozeichen geschützt und nicht lesbar.

Wie toll die so eine Paywall funktioniert zeigt eine Statistik, die von paidcontent.org zusammengestellt wurde. Die Seite zeigt 26 Zeitungen aus Nordamerika auf, die eine Paywall errichtet haben und keine davon hat echten Erfolg. Die Seite newsday.com aus New York hat 370.000 Blattleser und nur 35 Abonennten, die nur die Onlineausgabe lesen. Das ist bei einem Monatspreis von 20 $ auch kein Wunder.
Andere Angebote haben aber auch mit moderateren Preisen keinen Erfolg. Die Seite ArkansasOnline hat 183.000 Blattleser und rund 3.500 Onlineabonennten für knapp 6$. Kaum eine weitere Seite kommt über 1000 Onlinekäufer und damit liegt es nahe, dass diese Art der Online-Content-Finanzierung vermutlich nicht der Schlüssel zum Glück ist.
Beim Abendblatt hat man, wie der Branchendienst dwdl.de berichtet [weblink] eine riesige Hintertür eingebaut. Googlet man die Überschrift eines Artikels, kann man per Klick den ganzen Artikel lesen. Die Sperre greift dann erst wieder, wenn man auf einen anderen Artikel klicken möchte. Also erhält man für seine hohe Gebühr nur einen komfortableren Umgang mit der Onlineausgabe. Das Abendblatt hat also scheinbar Angst vor Klickverlusten.
Vermutlich lässt sich dem Aufsichtsrat ein “Stabile Klickzahlen, aber es zahlt keiner extra Kohle” besser verkaufen als ein “keiner Zahlt, keiner klickt”. Interessant, dass das Experiment überhaupt noch läuft. Seien wir gespannt, wie lange das noch dauert.