Die gute Ursula von der Leyen, die im Netz nur noch Zensursula genannt wird, hat es geschafft. Ihr Gesetz zur Internetzensur ist seit ein paar Tagen durch den Bundesrat und tritt ab dem ersten August in Kraft. Der Bundestagsabgeordnete Jörg Tauss und Franziska Heine, die Initiatorin der erfolgreichsten Petition in der Geschichte der Bundesrepublik, haben laut BasicThinking aber bereits angekündigt Klage beim Bundesverfassungsgericht Klage einreichen zu wollen.

Einen anderen, wie ich finde sehr amüsanten, Weg geht Peter Kröner. Er hat ein Plugin für Wordpress geschrieben, das Rechner mit gewissen IP Adressen nicht auf den eigenen Blog lässt und dafür ein Zensursulabild zeigt. Die passenden IP Adressen von Parteien, Fraktionen und Ministerien hat die Seite UBERWACH! gesammelt und in Kombination können Politiker aus Ihren Büros also nicht mehr auf den Wordpressblog zugreifen, der dieses Plugin installiert hat.
In dem Paket sind Schablonen von Schäuble, Zensursula und ein Stopp-Schild, beliebige andere Varianten lassen sich aber auch einbauen.
Die Reaktion mag ein bisschen patzig wirken und wird vermutlich auch nur auf Blogs laufen, auf denen Politiker eh nicht vorbei schauen - die Vorstellung finde ich aber trotzdem recht witzig. Auch wenn es irgendwie paradox ist die Kritik vor den Kritisierten zu verstecken.
Mit 175 Kommentaren und 84 Backlinks ist das Plugin zumindest rege diskutiert worden.
Erstaunlich, oder eher erschreckend, ist jedoch die Tatsache, dass viele der Kommentatoren scheinbar glauben, sie könnten damit etwas bewirken. Nun ja. Des Mensch Wille ist sein Himmelreich.
Das sagen andere:
Netzpolitik findet es auch amüsant, Matthias Rasche meint, dass man sich damit auf das Diskussionsniveau der Bundesregierung begibt, buzze sieht es auch als reine Spaßaktion.







