Angesehen: Transformers – Die Rache

Es ist wie so oft. Wenn alle sagen: “Super!”, “Klasse!”, “So etwas gab es noch nie!”, “Den muss man im Kino sehen!”, dann sind die Erwartungen an einen Film so hoch, dass sie kaum erfüllt werden können. Daraus folgt als logische Konsequenz: Für mich ist Transformers – Die Rache ganz nett für einen kurzweiligen DVD-Abend, allerdings kein Muss für einen Kinobesuch. Ich bin zugegebenermaßen sogar enttäuscht.

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Platter Plot

Wie man es von Aktionfilmen gewohnt ist, ist die Handlung nicht die größte Kunstform des Films. Der dünne Handlungsstrang “Protagonist geht aufs College” – “Ganz viel Bumm” wird durch kleine Stücke Story gefüttert, die leider zu kurz kommen und dadurch ein wenig deplatziert wirken. Manchmal scheint es, die Liebe zum geschichtlichen Detail musste der Liebe zum grafischen Detail weichen. So hätten einigen Szenen des Films etwas mehr Aufmerksamkeit und Ruhe verdient (Ein Konzept, was natürlich nicht immer in einen Aktionfilm passt), andere Sachen bleiben schlichtweg unklar. Die Lektüre des Wikipediaartikels bringt Fakten, Namen und Orte zutage, die im Film überhaupt nicht erwähnt werden.

Überzeugende Technik

Das Transformers – Die Rache allerdings Maßstäbe in Sachen Technik setzt, entschädigt beinahe für die eindimensionale Handlung. Vielleicht wäre es trotzdem ratsam gewesen bei den Aktionszenen weniger auf Masse, dafür mehr auf Klasse zu setzen. Das der Super-Abriss-Roboter Devastator mit einem einzigen Schuss erledigt wird, der Finalkampf keine zwei Minuten dauert, dafür das Anrennen auf die Leiche von Optimus Prime in epischer Breite ausgeführt wird ist unverständlich und auch ein bisschen Verschwendung von Zeitbudget.

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Witz und Sex

Der Film wirkt auch deshalb kurzweilig, weil andauernd Gags oder nackte Haut eingestreut werden. Ob nun die Mutter, die Haschkekse futtert und dann übers Collegegelände läuft, der Mini-Toaster-Roboter, der die Küche zerschießen, oder Megan Fox, die sich in knappen Klamotte auf einem Motorrad räkelt, alles wirkt wie ein typisch amerikanischer Teeniefilm – ist aber trotzdem recht amüsant.

Fazit:

Transformers – Die Rache ist “ganz nett”. Der erste Teil gefällt mir zwar deutlich besser, aber auch die zweite DVD dürfte irgendwann mal in meiner Sammlung landen. Enttäuscht bin ich von der Entwicklung der Handlung schon ein wenig und leider wurde mir nicht klar, warum man den Film unbedingt im Kino sehen müsste. Musik und Soundeffekte sind nicht so speziell, als das die normale Heimanlage das nicht auch liefern könnte.

Das sagen andere:

Alex war von dem kurzweiligen Film recht angetan. Konstantin war im Prinzip begeistert, bemängelt aber Länge und findet den Film etwas überladen und drei der Fünf Filmfreunde stellen dem Film eine vernichtende Kritik aus,

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich verkneife mir an dieser Stelle eine Diskussion über die Fünf Filmfreunde.

    Ernsthaft: Michael Bay macht einen SciFi-Action-Film. Wer erwartet da einen Schinken á la Ben Hur, Titanic, oder dergleichen? Stories happen elsewhere.

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