Archive | Juni, 2009

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Inside Neverland

Posted on 26 Juni 2009 by andre

Den Tod von Michael Jackson nehme ich mal zum Anlass, einen Artikel aus der Versenkung zu holen, den ich schon fast vergessen hatte.

Jonathan Haeber ist Fotograph und dokumentiert verlorene und einsame Plätze in Amerika.
Seine Bilder von einer  Titan I Missle Bay (erst Interkontinental-, danach Trägerrakete der USA), einem verfallenen öffentlichen Badehaus, einem alten Hotel oder einer Villa von Apple-Galionsfigur Steve Jobs sind so sehenswert, atemberaubend und faszinierend, dass man über jedes einzelne Bild einen eigenen Artikel verfassen müsste.

Haber dokumentiert auf seiner Website zusammen mit anderen Fotokünstlern die Welt, wie ich es noch nie vorher gesehen habe. Unter anderem zeigt er sogar Bilder aus dem verlassenen SpreePark in Berlin.

Jonathan Haebers Fahrt durch die Historie wird angetrieben von seinem starken Interesse an Geschichte. Er studierte Englisch und Geographie an der University of California in Berkeley, was gut zu seiner Lebensaufgabe passt.

Neben seinen sehenswerten Fotos veröffentlicht er auch eine Menge Hintergrundtexte in seinem Blog.

Ich bin auf seine Arbeiten gestoßen, als mir ein Bekannter den Link der seit 2005 verlassenen Neverland Ranch schickte. Die Bilder sprechen am besten für sich selbst.

Der Bahnhof:

Der Basketballplatz:

Das Kettenkarusell:

Der Jahrmarkt:

Alle weiteren Bilder der Neverland Ranch gibt es auf seiner Website oder auf Flickr.

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Ganz Einfach Miese Abzocke?

Posted on 25 Juni 2009 by andre

Petitionen scheinen im Moment ja groß in Mode zu sein. Nach der Petition gegen Internetsperren, an der sich 134.014 Bürger beteiligt haben (ich habe auch unterzeichnet), bekam ich letztens eine Mail mit der Bitte, über eine weitere Petition zu bloggen.

Angeblich relevant für

ALLE [...], die Musik machen, Musik hören, gerne auf Konzerte gehen
oder generell einem großen kulturell schadhaftem Mißstand in unserem Land
entgegentreten wollen: der Tantiemenverteilung der GEMA.

Mit der GEMA selbst hatte ich zu Zeiten der Oberstufenfeten schon genug Probleme. Einer kleinen Veranstaltung für 200 - 1500 Personen, kann die GEMA mit ihrer Gebührenforderung schonmal das Genick brechen. Wir haben das als Schüler alles ehrenamtlich gemacht und waren dementsprechend keine Paragraphenreiter. Wenn uns die Kosten nicht abgeschreckt haben, dann haben es spätestens die bürokratischen Hemnisse. Kam noch eine Live-Band ins Spiel konnte man die Angelegenheit ganz klemmen.

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Mittlerweile finden in meiner Heimatstadt kaum noch solche netten, kleinen Partys statt, da die Stufen sehen müssen, dass sie nicht mit vierstelligen Minusbeträgen aus der Geschichte rausgehen. Wir konnten mit den Partys immerhin noch so viel verdienen, dass wir unseren Abiball in Teilen finanziert bekamen. Heute geht das nur noch um den Spaß - Kohle bleibt nur noch im günstigsten Fall hängen.

Natürlich ist da nicht die GEMA alleine dran schuld, aber sollten die Gebühren wirklich, wie in der Mail angekündigt, um 600 Prozent steigen, wäre das ein Dolchstoß für kleinere Veranstaltungen und schadet insbesondere semiprofessionellen Veranstaltern.

Die GEMA sieht das natürlich anders und schreibt in einer Pressemitteilung:

Für die Mitglieder der Verbände der Konzertwirtschaft bedeutete das konkret eine Nettovergütung in Höhe von 8%.

Sie sagt natürlich nicht aus, wie groß die Erhöhung wirklich ist. Nur, dass es keine 600 Prozent seien.

Die ePetition hat es im Moment auf jeden Fall schon geschafft mehr als die notwendigen 50.000 Unterzeichner zu bekommen.

Die Initiatorin der Petition Monika Bestle wurde dazu auf BasicThinking interviewt und erklärt, warum die Kleinen anders behandelt werden als die Großen und das die Künstler die eigentlichen Leidtragenden sind.

Ich persönlich befürchte, dass diese Petition genausoviel erreichen wird, wie die gegen Zensurula - nämlich gar nichts.

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Zensi Zensa Zensursula

Posted on 24 Juni 2009 by andre

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SPD-Online-Beirat nimmt Stellung

Posted on 17 Juni 2009 by andre

Gestern haben Union und SPD nun doch das geplante Gesetz zur Zensur des Internets beschlossen und schon gibt es direkt heftige Reaktionen. Der Online-Beirats der SPD zum Beispiel hat heute eine Stellungnahme veröffentlicht und fordert die Fraktion auf gegen das geplante Gesetz zu den Netzsperren zu stimmen, da der ausgehandelte Kompromiss absolut indiskutabel sei. Sie befürchten, dass “Gerichte die Nutzung einer einmal aufgebauten Zensurinfrastruktur auch auf andere Tatbestände ausdehnen werden”.  Sollte es durch die Stimmen der SPD-Fraktion zu den Netzsperren kommen, werden die neun unterzeichnenden Mitglieder des Online-Beirats die Arbeit für die Partei bis auf Weiteres einstellen.

zensursula

Mich beschäftigt an der Tatsache vielmehr, dass die Sperren, wie von sehr, sehr vielen Experten bemängelt wird, überhaupt nicht wirken und leicht zu umgehen sind - sie sind also reiner Populismus. Aus Wahlkampftaktischen Gründen werden in unserem Land ineffektive Gesetze gemacht, die die Realität in keinster Weise berücksichtigen und viel schlimmer: das Problem der Kinderpornografie im Netz überhaupt nicht lösen.

Kein Nutzer stolpert aus versehen auf eine Kinderpornowebsite. Wenn diese Perversen sich tatsächlich im Netz tummeln, dann in geschlossenen Gruppen. Hauptsächlich findet der Tausch aber mobil oder im Hinterzimmer statt.

Die Bundesregierung selbst gibt sich dabei noch die Blöße und bezeugt in ihrer Antwort auf eine Anfrage der FDP-Fraktion, dass sie nicht nur Volkes Stimme ignoriert, sie hat auch absolut keine Ahnung von den Dingen, die sie da ins Rollen bringt.

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What are you sinking?

Posted on 11 Juni 2009 by andre

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Delta Lloyd Lowrider

Posted on 11 Juni 2009 by andre

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Nike Freestyle

Posted on 11 Juni 2009 by andre

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Hahn Beer Commercial

Posted on 11 Juni 2009 by andre

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Kurios: Lehrer in Texas dürfen sich bewaffnen

Posted on 06 Juni 2009 by andre

Der Spiegelartikel ist schon ein bisschen älter, aber immer noch aktuell. Er zeigt, wie paranoid und schizophren manche - vermeintlich intelligente Menschen - auf Bedrohungen in der Umwelt reagieren. Texanische Lehrer greifen nämlich - aus Angst vor Amokläufen - selbst zur Waffe.

revolver

Quelle: http://www.aboutpixel.de/

Im amerikanischen Schulbezirk Harrold, 150 Meilen nordwestlich von Fort Worth an der Grenze von Texas und Oklahoma, wo nur 110 Schüler zur Schule gehen, scheinen die Lehrkräfte besondere Angst um ihr Leben zu haben. Da die nächste Polizeistation rund 30 Minuten Fahrzeit entfernt ist, haben die Lehrer eine Ausnahmegenehmigung erwirkt und dürfen seit Sommer 2008 Handfeuerwaffen während des Unterrichts versteckt bei sich tragen. Zwar müssen Sie einen Waffenschein besitzen und an einem Krisentraining teilgenommen haben, aber das würde mich als Schüler dort wenig beruhigen. Lehrer sind nunmal dazu da Mathe, Englisch oder Biologie zu unterrichten und nicht den Schülern das Gefühl zu geben, sie seien nur in einem besseren Gefängnis.

Harrolds Superintendent David Thweatt erklärte dazu, die Entscheidung wäre nach zwei Jahren intensiver Suche nach einer Lösung die Beste. Und der republikanische Governeur Rick Perry erdreistet sich sogar zu der Äußerung, es hätte zahlreiche Zwischenfälle gegeben, wo bewaffnete Lehrer eine Menge Leben hätten retten können.

Daran erkennt man deutlich, dass die Uhren in Amerika und insbesondere in Texas deutlich anders gehen als hierzulande.

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Leser-Blatt-Bindung im Netz

Posted on 03 Juni 2009 by andre

Dank Nico stolperte ich kürzlich über einen Cartoon von Gary Varvel, der seit 1994 editorial cartoonist des Indianapolis Star ist.

Varvel fährt ein ziemlich interessantes Konzept der Leser-Blatt-Bindung im Netz. Er lässt die Community in seinem Blog regelmäßig seine Cartoontexte schreiben. Unter dem Titel “Caption this” darf jeder Leser in den Blogkommentaren die Sprechblase der Cartoons füllen. Der Gewinnertext wird in der Sonntagsausgabe des IndyStar und im Netz veröffentlicht. Mit einer Auflage von rund 330.000 Exemplaren ist das scheinbar Ansporn genug. Mehr gibt es nämlich nicht zu gewinnen. “Nur” die Chance in die Zeitung zu kommen. Und die wird genutzt. 237 Kommentare waren es letzte Woche, immerhin 110 am 30. Mai. Im Schnitt kann Varvels Blog bei dieser Aktion immer um die 200 Einträge verzeichnen.

Der Gewinner

Der Gewinner (hier gefallen mir die anderen aber besser)

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