Archive | Mai, 2009

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Nacht der Museen - Duesseldorf - Orga..Was?

Posted on 11 Mai 2009 by andre

Am vergangenen Samstag war die Nacht der Museen in Düsseldorf. Der Kulturdezernent und die Unternehmensberater von Ernst & Young haben eingeladen, um 37 Museen und Galerien im ganzen Stadtgebiet bei Nacht zu besichtigen.

Ein verlockendes Konzept. Für relativ günstige 12 €uro Eintritt konnten der Aquazoo (normalerweise 6 €uro Eintritt), das NRW Forum (5 €uro), die Kunsthalle Düsseldorf (5,50 €uro) und viele weitere Gebäude und Ausstellungen besichtigt werden. Von klassischer Malerei über Kurzfilme bis hin zum Karnevalsmuseum gabe es also für jeden Geschmack etwas. Obendrein sollten an jeder Attraktion noch Musik, Getränke und alles, was das Herz sonst noch begehrt, geboten werden. Das komplette Gebiet sollte übersichtlich mit drei Shuttlebuslinien zu erreichen sein.

ndm

Soviel zur Theorie.

Die Realität war leider jedoch eine andere und es wundert mich, dass in den zahlreichen Medienberichten kein Wort über die offensichtlich mangelhafte Organisation verloren wurde.

Eine Beschilderung der Wege war in der Regel nicht vorhanden oder es lies sich nicht erkennen, zu welchem Museum sie führen sollte. Auch die Gebäude selbst waren nicht beschildert und Türsteher von Diskotheken, in denen wir eigentlich ein Museeum vermuteten, wiesen uns freundlicherweise den richtigen Weg.

Unsere Reise begann am Hauptbahnhof und führte uns Richtung Landtag. Den Weg konnte man auch als Ortsunkundiger noch finden.

Dort war eine Haltestelle für den Bus allerdings unauffindbar und es waren weit und breit keine Guides zu sehen, die man hätte fragen können. Einen Snack haben wir nur bekommen, weil zufällig noch Europafest am Landtag war.

Da die Shuttlestationen nicht ausgeschildert waren, haben wir uns mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewegt. (Nachher haben wir erfahren, dass kleine Dreieckständer mit Plakaten die Haltestellen markieren sollten.) Die U-Bahnen waren auch überfüllt und fuhren ab 0 Uhr nur noch stündlich. Da wünschte man sich schon die Stopfer aus der Tokioer U-Bahn.

Das Vertrauen in die Shuttlebusfahrer war allerorts nicht sonderlich groß, da diese offensichtlich auch nicht genau wussten, wo sie halten oder wo sie langfahren sollten. Unser späterer Versuch mit einem Shuttle von A nach B zu kommen brachte uns auf jeden Fall nicht nach B. Auch nicht nach C - eher nach F.

Wir spielten also Pfadfinder und Zeichenleser und erfragten uns den Weg quer durch das Stadtgebiet. Fachkundiges Personal vom Organisationskommittee haben wir auf jedenfall nirgendwo gefunden. Genausowenig wie einen Bratwurst- oder Getränkestand. Glück hatte man nur, wenn Museen auf der Liste standen, die regelmäßig große Zuschauermassen bewältigen müssen. Da waren die Führungen wenigstens eingespielt.

“Quality in everything we do”, der Leitspruch von Ernst & Young wurde an den Haltestellen hörbar übertrieben oft von vielen unterschiedlichen Menschen zitiert. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

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Der Spiegel schreibt die Krise herbei

Posted on 05 Mai 2009 by andre

Vielleicht ist die Krise nicht alleine die Schuld vom Spiegel, aber er tut auf jeden Fall nichts daran die Laune der Menschen aufzuheitern. Nimmt man sich die Zeit und liest am Wochenende mal zwei, drei Spiegelausgaben quer, könnte man schnell auf die Idee kommen das Leben habe ohnehin keinen Sinn mehr. Alles ist düster und traurig. Ich glaube ja, dass Spiegelreporter versuchen eine Zielgruppe aus depressiven Pessimisten anzusprechen. Über der Redaktionstür könnte glatt ein großes Schild hängen mit der Aufschrift: “Only bad news are good news”.

Beispielhaft deutlich wird das an der Themenauswahl von Ausgabe Nr. 18 (27.04.2009) Titel “Weltkrisen 1929/2009 Wiederholt sich die Geschichte doch?”

Dort gibt es unter anderem die Themen:

  • Wie schlimm wird die Krise?
  • Machtlos in Berlin
  • Krise schüttelt Autokonzerne durch
  • Zum Foltern nach Polen
  • Dopen in der Uniklinik
  • Sozialdemokraten: Der Wahlkampf läuft gut, die Stimmung ist schlecht
  • Regierung: Das Gesetz zum Arbeitnehmerdatenschutz wird vertagt
  • Polizei: Die Mafia-Morde [...] zeigen, dass die europäische Verbrechensbekämpfung nicht funktioniert

Im Leitartikel hat sich sogar ein Grafiker besondere Mühe gemacht das Ausmaß der Katastrophe deutlich zu machen. Gespickt ist der Artikel mit Fotos, die Parallelen zwischen der großen Deflation 1929 und heute deutlich machen sollen. Bilder aus Suppenküchen, schließenden Geschäften oder “aufgebrachten Mengen”. Auf düsterem Schwarzen Hintergrund werden zudem Plakative Zwischenüberschriften gesetzt, die das Schlimmste erahnen lassen und zudem das Niveau haben von Sätzen, wie “So jung kommen wir niemehr zusammen”.

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Kiwis können doch fliegen!

Posted on 01 Mai 2009 by andre

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