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Ausländerintegration leicht gemacht

Posted on 27 Mai 2008 by andre

Herzlichen Glückwunsch! Der NRW Innenminister ist tatsächlich so naiv wie die Amerikaner, die dich bei der Einreise Fragen, ob du in ihrem schönen Land etwas böses machen möchtest.

Wie Einslive über den Äther schob, löchert das NRW Innenministerium in einem sogenannten “Gesinnungstest” alle muslimischen Studenten und Wissenschaftler, die ein Visum benötigen, mit diskreten Fragen.
So wird man beispielsweise gefragt, ob man bei Al Qaida ist, ob man in Sprengstoffherstellung oder Kampfsport ausgebildet ist oder ob man gar ein Terrorcamp besucht hat.

Das Menschen so unter Generalverdacht gestellt werden und sich ein wenig vor den Kopf gestoßen fühlen, wenn sie bei ihrer Einreise diesen Fragebogen unter die Nase gehalten bekommen dürfte den Bürokraten ziemlich egal sein. Die stellen sicherheitshalber nochmal die Frage, ob man denn mit deutschen Behörden zusammenarbeiten würden.

Ein Sprecher des Innenministeriums gibt laut Focus an, das wichtige Fakten bei der Berichterstattung weggelassen wurden und deshalb ein falscher Eindruck entsteht. Immerhin sei “die Abwehr von Terroristen und Extremisten [...] eine der wichtigsten Sicherheitsaufgaben des Staates.”

Welche wichtigen Fakten kann man denn dabei weglassen? Stehen fröhlich grinsende Menschen neben den Getesteten und sagen dauernd: “Ist alles gar nicht so schlimm”? Selbst das würde die Tatsache das man Ahnungslos in einen Raum geführt wird und diesen Test ohne Rechtsbeistand ausfüllen muss nicht weniger schlimm machen.

Ich plädiere dafür, einfach an jeder Grenze und an jedem Flughafen ein großes Schild aufzustellen auf dem steht: “Terroristen dürfen hier nicht rein!” Das ist günstiger und die Wirkung dürfte die selbe sein.

Ich für meinen Teil bleibe weiter bei dem Motto: Ich habe keine Angst vor Al Qaida, ich habe Angst vor Schäuble. Oder in diesem Falle, vor Wolf.

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