Die armen Mitarbeiter in den Filialen der Deutschen Post können einem doch einfach nur Leid tun. Heute morgen musste ich ein Paket von Arcor abholen und stand mit meiner roten Karte in einer recht langen Schlange. Drei freundlich bemühte Mitarbeiter versuchten den Strom an Menschen möglich zügig und freundlich abzufertigen. Während der Wartezeit konnte ich mich kurz in der Iserlohner Filiale Umschauen. Das es dort Paketband, Briefpapier, Kleber und sonstigen Postzubehör gibt ist ein guter Service. Das allerdings auch Handys mit Verträgen angeboten werden finde ich ein bisschen befremdlich. Ich kaufe doch in ner Postfiliale nich - mal eben - ein Handy.
Was mich erschreckte waren jedoch die Angebote an dem Schalter. “Herr Pechmann, ist ein kostenloses Girokonto für Sie interessant?” wurde ich gefragt und ich verneinte. Links neben mir wurde einer jungen Mutter mit Kind versucht eine Box mit Buntstiften anzudrehen, dabei hatte die mit ihren Kindern genug um die Ohren. Dem Mann da neben wurde ein Medion Navigationssystem für nur 149 ,- angeboten. Ungläubig blieb ich stehen und beobachtete noch, wie dem Herrn nach mir ein Lottoschein angeboten wurde.
Diese klägliche Masche allen möglichem Mist zusätzlich verkaufen zu wollen stört nicht nur die Kunden, sonder ist offensichtlich auch den Verkäufern unangenehm. Ich verkaufe unseren Kunden ja auch keine Autoreifen. Für mich ist das nur einmal ein konsequentes “Nein”, aber die Angstellten der Post müssen bei jedem Kunden versuchen irgendetwas zu verkaufen.
Liebe Deutsche Post,
überleg dir bitte in einer ruhigen Minute mal, ob dieser Ramschverkauf wirklich sein muss und ob er so profitabel ist, wie du vermutest. Dann besinne dich auf dein Kerngeschäft auch, oder gerade besonders, deinen Mitarbeitern zu Liebe.
Schuster bleib bei deinen Leisten!







