Nachdem wir uns am Sonntag schön ausgeschlafen haben, bin ich erst einmal zur Rezeption gestapft und habe ein neues Zimmer gefordert. Unser aktuelles Zimmer war zwar sauber, aber ich bin in der Nacht dreimal wach geworden, weil das Bett gequietscht hat, als ich mich umgedreht habe. Die Dame an der Rezeption bedachte meine Erklärung mit einem lächelnden „I know what you mean“. Aber sie drückte mir direkt einen Schlüssel von einem anderen Zimmer in die Hand.
Dieses Zimmer ist nicht nur doppelt so groß, es hat auch ein Bett, was nicht quietscht und wo man sich ohne Probleme anlehnen kann. Nach der miesen Nacht also mal ein positives Erlebnis.
Wir machten uns nach dem Umzug direkt auf die Socken um einen typischen Touri Tag in Dublin zu verbringen. Als wir Sabrina abgeholt haben, sagte die uns, dass die Oma die Heizung entdeckt hat und bei höherem Stromverbrauch den beiden mehr Geld abnehmen müsse.
Sollte ich die Oma noch mal zu Gesicht bekommen, werde ich ihr aber gehörig die Meinung geigen. Für 100 € pro Person und Woche kann man ja wohl ein geheiztes Zimmer erwarten.
Der Torui Weg führte uns dann zur O´Connel Bridge. Naja. Ne Brücke halt. Ich wollte dann mit Pia ein typisches blödes Touri Foto und promt gesellte sich ein witziger Ire mit aufs Foto. Lustig und kontaktfreudig sind die Einheimischen hier schon irgendwie. Von der Brücke gings zur Bank und dann zum Trinity College. Das hat einen echt klasse Campus und bei strahlendem Sonnenschein suchten wir uns dann einen Kaffee um uns im Campus auszuruhen. Den Kaffee fanden wir dann etwas abseits und setzten uns an einen Brunnen im nahegelegenen Park. Von da sind wir dann zu Molly Mallone. Was der Reiseführer hier quasi als Wahrzeichen tituliert war dann doch nur ne Bronzestatue der schon zu viele Touris an die Mallones gepackt hatten. Das Ding an sich ist so unansehnlich wie jede Statue in Iserlohn. Auf der Grafton Street zog es uns dann durch die Stadt. Alle anderen Punkte, die im Reiseführer angepriesen wurden tat Sabrina mit einem „lohnt sich nicht“ ab. Von dem, was ich gesehen habe war ich auch nicht wirklich überzeugt. Nachdem wir uns dagegen entschieden haben ins Kino zu gehen (9.95 pro Film) zog es uns dann in einen recht angesagten Pub. Hier gibt rund rund 20 Sorten Bier und erneut völlig überteuertes Essen. (16-35€)
Für 5 € kann man in diesem Pub entweder drei kleine Ale, Lager oder Stoutbiere probieren.
Die Stout waren genau das und deshalb kaum zu genießen. Die Lager waren klasse und das Ale zum abgang durfte ich dann fast wieder alleine trinken, da Ale meinen beiden Begleiterinnen (und mir auch) nicht sonderlich gut mundete.
Als Seasonsspecial gab es Schoko- und Erdbeerbier. Da ich allerdings nicht 5,60 für ein Pint ausgeben wollte brachte mir die Kellnerin freundlicherweise zwei kleine Gläser zum kostenlosen probieren. Anstelle des Schokobieres (ausverkauft) bekamen wir ein Bier, was sie uns ganz stolz vorstellte „It´s new. We call it Winter Bier“. Das Erdbeerbier schmeckte wie XuXu mit Bier. Irgendwie witzig. Könnte auf dem deutschen Markt auch anklang finden.
Da die Damen am nächsten Tag in die Uni müssen, beschlossen wir allerdings den Abend im Hotel mit einem Film ausklingen zu lassen.
Die Nahrungsmittelbilanz des Tages:
2 Brote, rund 200 Gramm Eis vom Aldi und 3 Becher Twisted Fries von Mäcces. Die kosten nämlich nur einen Euro. Morgen ist dann vermutlich wieder Abrakebabra als warme Mahlzeit geplant.







