Archive | Dezember, 2007

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Weihnachtsmusik nervt, oder?

Posted on 19 Dezember 2007 by andre

Seit Jahren nerven mich in der Weihnachtszeit (September - Dezember) immer die selben Lieder. Jeder Radiosender dudelt sie rauf und runter, jedes Kaufhaus spielt sie in Schleife und auf jedem Weihnachtsmarkt bekommt man sie zu hören.

“Do They Know It’s Christmas?”, “Feliz Navidad”, “All I want for christmas is you” oder “Last Christmas” heißen die Übeltäter. Allesamt tolle Songs aber von den Radio- und Fernsehsendern so oft gespielt, dass ich jedes Mal umschalten muss wenn sie laufen. Deshalb sind Weihnachtslieder nichts für mich, habe ich beschlossen. Punkt. Aus. Ende.

Das änderte sich vor rund zwei Jahren, als mir eine CD mit dem Titel “Smooth Jazz Christmas” in die Hände gefallen ist. Seitdem ist auch bei mir Weihnachtsmusik wieder angesagt und ich habe meine Sammlung dieses Jahr um einige weitere Platten erweitert:

Christmas with the Rat Pack

“Christmas with the Rat Pack”war meine zweite Anschaffung. Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis Jr. wie man sie kennt, sie singen halt nur Weihnachtslieder. 21 Lieder umfasst das gute Stück. Davon viele Klassiker (Rudolph, Let it snow, Jingle Bells) und einige mir unbekannte Stücke (Christmas Walz, Mistletoe and holly, a marshmallow world), die allesamt interessant interpretiert werden. Einige sind witzig verswingt (Rudolph) andere sind schön ruhig und irgendwie - ich hasse dieses Wort - weihnachtlich. Blöd wenn man jetzt aus dem Fenster guckt und nicht eine Schneeflocke auf den Dächern liegt. Ein klasse Album und, obwohl sich vom Rat Pack und Co. in meinen täglichen Playlisten nichts findet, ist “Christmas with the Rat Pack” seit letztem Jahr zur Weihnachtszeit immer in meinem CD-Player.

Gregorian Christmas Chants

Das Album “Christmas Chants” von den Gregorian war so verdammt billig, dass ich einfach zugreifen musste. Der erste Eindruck war enttäuschend. Mit Gregorianik hat das hier mal nix zu tun. Gregorianik ist laut meinem früheren Musiklehrer (und Wikipedia) ein einstimmiger, unbegleiteter Choral in lateinischer Sprache. Zudem waren damalige Kirchenchöre nur mit Männern besetzt.
Die Stücke auf diesem Album sind weder einstimmig, noch sind sie auf Latein oder nur von Männern gesungen und eins sind sie schon gar nicht: unbegleitet.
Das mehrstimmige Chöre besser klingen ist keine Frage. Über die Sprache und die Frauen kann ich auch noch hinwegsehen, aber Gitarren, Schlagzeuge und Pseudoorgeln passen leider nicht darein.

Nach einiger Zeit voller Ärger habe ich die CD dann doch wieder hervorgeholt und bin etwas unvoreingenommener an die Sache gegangen. Im großen und ganzen schöner Chorgesang. Ruhig und mit guten Sängern besetzt, aber die instrumentale Begleitung finde ich immer noch fürchterlich.
Trotzdem ist das Album in der Playlist gelandet. Wenn so ein Song mal im shuffle auftaucht ist es eine nette Abwechslung und ich werde fast ein bisschen melancholisch.

Christmas with my friends

Mit “Christmas with my friends” zeigt Nils Landgren wieder, was für ein wandlungsvoller Musiker er ist. Zugegeben, ich hatte mir etwas ganz anderes von dieser CD erwartet, das Ergebnis ist trotzdem genial. Es ist kein Funk-knaller sondern besinnliche Weihnachtsmusik. Kaum Jazz, kaum Pop.
Dafür darf man hier auch Landgrens Stimme bei ruhigen Stücken bewundern oder lauschen, wie er zusammen mit einer Kirchenorgel das Ave Maria spielt. Klasse! Posaunenchöre und prominente Gäste (u.a. Viktoria Tolstoy und Lars Danielsson) runden das ganz ab. Traumhaft schön das letzte Stück “Stille Nacht, heilige Nacht”.

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Mario Barth - kein Garant für Erfolg

Posted on 12 Dezember 2007 by andre

DWDL.de berichtete am Samstag, dass die Show “Mario Barth präsentiert” in der zweiten Woche RTL richtig miese Quoten beschert hat.

Für mich keine Überraschung. Mario Barth finde ich persönlich nur begrenzt witzig. Keiner lacht so schön und so lange über seine eigenen uralte und abgedroschene Witze.
Zwar habe ich mir seine Programme “Männer sind primitiv, aber glücklich” und “Männer sind Schweine, Frauen aber auch!” angeschaut und die Lacher waren zugegeben zahlreich, aber alle nur von kurzer Dauer. Die Witze von Mario Barth sind eben schon alt und abgedroschen, noch bevor er sie erzählt hat.

Die Quoten seines Programms, das RTL vor ein paar Wochen gezeigt hat, waren so bombastisch gut, dass der Sender ihm gleich eine ganze Show gewidmet hat. Mario Barth sollte den schwachen Freitagabend aufmöbeln. Irgendwie versucht man es also immer noch krampfhaft mit dem Konzept des “Fun Freitags”. Für mich war das bisher immer der Grund am Freitag mal eine DVD aus dem Regal zu nehmen. So viel unlustige Comedy auf einem Haufen und dazu gessellt sich nun auch “Mario Barth präsentiert”.

Die zweite Sendung zog noch ganze 1,46 Millionen 14- bis 49-jährigen Zuschauern an und brachte es auf einen Marktanteil von 13,2 Prozent in der Zielgruppe und nur 10,2 Prozent beim gesamt Publikum. Mal schaun, wie lange der Anti-Talker mit dem reichen Wortschatz (Spiegel) weiter das Publikum bespaßen darf. Ich gebe die Hoffnung ja nicht auf, dass am Freitag irgendwann mal wieder etwas vernünftiges im Fernsehn läuft.

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Désireé Nick führt Intimcreme vor

Posted on 11 Dezember 2007 by andre

Wie der Mediendienst Kress heute über den Ticker schob, hat das Kosmetik-Label Oh! die Dschungelkönigin Désirée Nick als Testimonial für zwei Produkte verpflichtet.

Ein Lip-Gloss (soweit so unspannend) und eine Intimpflege Creme.
Beide Mittel soll sie auf der Apotheker-Messe Expopharm 2007 vorführen. Oh Gott, hab ich da richtig gelesen? Ja, vorführen. Wie genau sie sowas vorführt will ich mir gar nicht vorstellen. Die armen Apotheker. Oder ist das gar die einzige Belustigung auf einer Apotheker-Messe? Durchaus möglich!

Wikipedia sagt übrigens über Testimonials, dass “bei prominenten Fürsprechern [...] oft darauf geachtet [wird], dass das Produkt zum Image der Person passt.”

Intimpflege will ich nicht mit der Nick verbinden und bevor ich etwas schreibe, was ich später bereuen werde, überlasse ich es lieber jedem Einzelnen sich dazu seine eigenen Gedanken zu machen.

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